Von Oliver Kirstein auf Montag, 23. September 2024
Kategorie: TPS Blog

Weltweit erste EEG-Studie zu TPS: Wie TPS die elektrischen Gehirnnetzwerke bei Alzheimer-Patienten beeinflusst

Alzheimer ist eine Erkrankung, die weltweit Millionen von Menschen betrifft und schrittweise das Gedächtnis, das Denken und andere geistige Fähigkeiten beeinträchtigt. Sie führt dazu, dass der Alltag für die Betroffenen und ihre Angehörigen zunehmend schwieriger wird. Obwohl es Behandlungen gibt, die die Symptome lindern, suchen Wissenschaftler ständig nach neuen Wegen, um die Gehirnfunktion bei Alzheimer-Patienten zu verbessern. Ein Ansatz ist die sogenannte Transkranielle Pulsstimulation (TPS).

Was ist TPS?
TPS ist eine nicht-invasive Behandlungsmethode, bei der sanfte, gezielte Stoßwellen − akustische Impulse − verwendet werden, um das Gehirn zu stimulieren. Die klinischen Vorteile von TPS für Alzheimer-Patienten sind vielversprechend und beinhalten eine Verbesserung der allgemeinen kognitiven Leistung. Darüber hinaus wurde gezeigt, dass TPS dazu beiträgt, Symptome von Depressionen zu lindern, die bei Menschen mit Alzheimer häufig auftreten.

Was hat die jüngste Studie herausgefunden?
Die jüngste Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Lars Wojtecki und seinem Team untersuchte, wie TPS das Gehirn von Alzheimer-Patienten beeinflusst. Diese EEG-Studie, die in der Fachzeitschrift GeroScience veröffentlicht wurde, ist die erste weltweit, die zeigt, dass TPS die Funktionsweise von Gehirnnetzwerken bei Alzheimer-Patienten verändern kann. Insgesamt wurden 10 Patienten mit unterschiedlichen kognitiven Symptomen behandelt und beobachtet − drei mit leichten, fünf mit mittleren und zwei mit schweren Alzheimer-Symptomen.

Die wichtigsten Ergebnisse: 

Warum ist diese Studie wichtig?
Diese Studie ist bahnbrechend, da es das erste Mal ist, dass Wissenschaftler Veränderungen in den elektrischen Netzwerken des Gehirns nach einer TPS-Behandlung bei Alzheimer-Patienten mittels EEG beobachten konnten. Eine der interessantesten Erkenntnisse der Studie betrifft die »Gamma-Oszillationen« im Gehirn. Diese Gehirnwellen spielen eine entscheidende Rolle bei Gedächtnis und Aufmerksamkeit. In dieser Studie fanden Prof. Wojtecki und sein Team heraus, dass TPS die Gamma-Aktivität in bestimmten Gehirnregionen erhöhte. Dies ist deshalb wichtig, weil andere Forschungen gezeigt haben, dass eine erhöhte Gamma-Aktivität helfen kann, schädliche Proteine im Gehirn, wie Beta-Amyloid, zu reduzieren, die mit Alzheimer in Verbindung gebracht werden.

Während die Forschung weitergeht, markiert diese Studie einen wichtigen Schritt hin zu einem tieferen Verständnis, wie TPS als zusätzliche Therapie zur Behandlung bei Patienten mit Alzheimer eingesetzt werden kann. 

Lesen Sie die vollständige Studie hier