Interview mit Professor Wojtecki über Transkranielle Pulsstimulation (TPS)
In der aktuellen Ausgabe im Medizinischen Fortschritt wurde ein aufschlussreiches Interview mit Prof. Dr. med. Lars Wojtecki, Chefarzt Neurologie und Ärztlicher Direktor am Hospital zum Heiligen Geist in Kempen, Deutschland, veröffentlicht. Das Gespräch thematisierte die neuesten Entwicklungen im Kampf gegen Alzheimer, einer der häufigsten Formen der Demenz. Die Transkranielle Pulsstimulation (TPS) wurde als eine Behandlungsoption bei der Behandlung von Patienten mit Alzheimer-Demenz genannt.
Alzheimer und die Suche nach Behandlungsmethoden
Alzheimer bleibt trotz intensiver Forschungsbemühungen eine unheilbare Krankheit. Doch was können Medikamente in diesem Zusammenhang leisten? Die derzeit zugelassenen Medikamente, die in den Neurotransmitter-Stoffwechsel eingreifen, können lediglich in der frühen bis mittleren Phase der Erkrankung die Symptomatik beeinflussen. Im Idealfall führen sie zu einer leichten Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten und Alltagsfähigkeiten oder verlangsamen den Krankheitsverlauf.
Eine vielversprechende neue Behandlungsoption, über die Prof. Wojtecki in dem Interview spricht, ist die TPS. Diese ambulante Therapie basiert auf schallbasierten medizintechnischen Verfahren. Akustische Pulswellen, auch Stosswellen genannt, werden nicht-invasiv durch die Schädeldecke in das Gehirn geleitet.
Laut Prof. Wojtecki zeigt die TPS-Behandlung im klinischen Alltag vielversprechende Ergebnisse, indem sie die Stimmung und Aktivität der Patienten verbessert und positive Auswirkungen auf das Gedächtnis hat. Er weist auch darauf hin, dass sich die wissenschaftliche Forschung in diesem Bereich noch in den Anfängen befindet und weitere Studien erforderlich sind.
Eine wichtige Frage, die oft gestellt wird und Thema des Interviews ist, betrifft mögliche Nebenwirkungen. Bisherige Ergebnisse, so Prof. Wojtecki, deuten darauf hin, dass das Verfahren sicher ist und nur kurzzeitige Nebenwirkungen bei weniger als zehn Prozent der Behandlungen auftreten, wie beispielsweise Kopfschmerzen oder ein unangenehmes Gefühl an der Stimulationsstelle.
Die Frage, ob Alzheimer eines Tages heilbar sein wird, bleibt schwer zu beantworten. Laut Prof. Wojtecki besteht jedoch Hoffnung, dass zumindest der Krankheitsprozess verlangsamt werden kann. Da es derzeit keine Allheilmittel gegen die Alzheimer-Krankheit gibt, liegt der Schlüssel in der Prävention. Ein gesunder Lebensstil mit ausreichender Bewegung, Schlaf und einer gesunden Ernährung kann das individuelle Risiko einer Erkrankung verringern, so Prof. Wojtecki.
Lesen Sie hier das gesamte Interview: Alzheimer Anzeichen: Neue Therapien geben Hoffnung (schmerzfrei-leben-info.de)
Erfahren Sie hier mehr über TPS: Wie funktioniert die Transkranielle Pulsstimulation (TPS)?

